e-Card: Serviceentgelt von 10 Euro

Einmal jährlich, im November wird die Gebühr der E-card fällig. Sie wird vom Dienstgeber für die eigene E-Card sowie für Karten von mitversicherten Ehepartnern oder Lebensgefährten eingehoben. Lediglich Geringfügig Beschäftigte, Mütter in Karenz, Zivil- sowie Präsenzdienster, Kinder sowie Pensionisten sind von der E-card- Gebühr befreit.
Doch was genau ist die E-card?
Die E-card ist eine mit Namen, Titel und Sozialversicherungsnummer versehene Chipkarte, von der Informationen und Daten über den Versicherungsstatus abgerufen werden können.
Seit 15.11.2005 dient sie als Krankscheinersatz, Auslandskrankenscheinersatz (Rückseite der E-card ist “Europäische Krankenversicherungskarte”) sowie auch als Bürgerkarte.
Die Ausstellung ist kostenlos, später wird eine Gebühr der Chipkarte von 10,00 € jährlich für das darauffolgende Jahr eingehoben. Dabei gilt, KEINE Mehrkosten durch mehr Arztbesuche.
Bei Nebenbeschäftigungen wird eine weitere Gebühr von 10,00 € eingehoben. Diese kann sich der Verbraucher jedoch durch Nachweis der November Lohnzettel zurückerstatten lassen.
Doch auch bei der E-card gibt es einige kritische Themen. Systemausfall bei Ärzten, bei Vergessen jener Karte noch nochmaliger Gang zum Arzt, defekte Karten und vieles mehr.
Bleibt nur zu hoffen, dass sich alle Probleme mit der E-card lösen werden.
Bei weiteren Fragen genügt ein Anruf bei der E-Card Serviceline unter 050 124 3311.

Veröffentlicht unter Steuern | Hinterlasse einen Kommentar

IBAN Kontonummer wird Pflicht

Schneller, sicherer, einfacher.

Bereits seit Anfang 2008 existiert in Europa die Single Euro Payment Area, kurz SEPA. Sie soll die bisher genutzten nationalen Systeme ablösen zugunsten eines einheitlichen, nationalen wie grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs. Dieser bringt einige Vorteile mit sich. So werden Überweisungen schneller: statt in drei Tagen müssen Zahlungen binnen eines Arbeitstages ausgeführt werden. Der Schlüssel dazu: die IBAN.

Was bedeutet IBAN?

Durch die Verwendung einer international gültigen Kontonummer, des IBAN (International Bank Account Number), werden Transaktionen sicherer, aber auch einfacher, wenn man beispielsweise mehrere Wohnsitze hat. Die IBAN besteht aus einem Länderkennzeichen, in Österreich AT, gefolgt von 20 Ziffern, wobei die ersten beiden Ziffern eine Prüfziffer sind, die Fehleingaben verhindern soll. Die eigene IBAN entnimmt man dem Kontoauszug. Fremde IBAN lassen sich im Netz auf entsprechenden Webseiten überprüfen. Hinzu kommt noch der BIC (Business Identifier Code), eine Art internationale Bankleitzahl.

Welche Termine gelten bei der Umstellung?

Die Umstellung erfolgt nicht von heute auf morgen: Der österreichische nationale Zahlungsverkehr erlaubt die Verwendung von Kontonummer und Bankleitzahl noch für eine Übergangsphase von 12 Monaten, also bis 31.12.2012. Bei Lastschrifteinzugsverfahren verlängert sich die Frist nochmals um 12 Monate, bis 31.12.2013. Danach aber geht nichts mehr ohne IBAN und BIC.

Einen kostenlosen IBAN-Rechner finden Sie unter folgender Adresse: http://www.iban-bic-rechner.at/
Veröffentlicht unter banken | Hinterlasse einen Kommentar

Steuerfreibetrag

Der Unterschied zwischen Brutto und Netto Lohn kann entsprechend der eigenen Steuerklasse enorm sein. Man verdient zwar eine Menge Geld, für das man hart arbeiten muss, am Ende erhält man jedoch einen deutlich geringeren Betrag auf dem eigenen Konto. Die Steuerlast lässt sich jedoch teilweise erheblich senken – was für ein deutliches Plus an Nettogehalt auf dem eigenen Konto sorgt. Welche Freibeträge kann man beispielsweise in einer typischen österreichischen Familie geltend machen?

Die Steuerfreibeträge waren schon immer ein wichtiger Bestandteil der eigenen Steuererklärung. Mit ihnen kann man die Steuerlast erheblich senken. Nutzt man alle Freibeträge aus, lassen sich mehrere tausend Euro einsparen und man hat deutlich mehr Geld vom eigenen Lohn zur Verfügung. An erster Stelle steht natürlich der grundsätzliche Freibetrag. Dieser beträgt aktuell 12000 Euro. Erst wenn man mit den eigenen Einkünften über diese Grenze hinauskommt, ist man verpflichtet, auf die restlichen Beträge eine entsprechende Versteuerung vorzunehmen. Aber der normale Steuerfreibetrag ist bei weitem nicht die einzige Möglichkeit die eigene Steuerlast zu senken. Es gibt auch noch einen Freibetrag für Kinder, welcher sich nach der Anzahl der eigenen Kinder richtet und ebenfalls bis zu mehreren hundert Euro von der eigenen Steuererklärung abziehen kann. Bei Selbstständigen und Freiberuflern verhält sich der Freibetrag für Steuern sogar noch anders und damit kann ein großer Teil an Steuern eingespart werden.

Bis zum Jahr 2010 lag der Freibetrag für Selbstständige variabel bei 10% für den gesamten Gewinn. Seit dem Jahr 2010 wurde dieser variable Satz auf einen Prozentsatz von 13% erhöht. Das heißt: Der gesamte Gewinn, den ein Selbstständiger gemacht, wird auf Steuern überprüft und anschließend werden 13% dieser Summe als Freibetrag veranschlagt. Auf diese Weise können Selbstständige und Freiberufler einen großen Teil ihres Gewinns in den Freibetrag nehmen. Allerdings kann es natürlich bei einem niedrigen Gewinn auch eher ein Verlust sein.

Veröffentlicht unter Steuern | Hinterlasse einen Kommentar

Ausgleichszulage 2012

Die Ausgleichszulage dient dem Zweck, jeder Pensionsbezieherin/ jedem Pensionsbezieher, welche(r) seinen Hauptwohnsitz im Inland hat, ein Mindesteinkommen zu gewähren.
Wenn das Gesamteinkommen einer Pensionistin/ eines Pensionisten (samt sonstiger Nebeneinkommen sowie Unterhaltsansprüche) unter einem gesetzlich fixierten Mindestrichtsatz liegt, bekommt die Bezieherin / der Bezieher einer Pension eine Ausgleichszulage. Ein jeder Antrag auf Pension wird ebenfalls als Antrag auf Ausgleichszulage interpretiert.
Die Ausgleichszulage wird 14-mal im Jahr ausbezahlt, und zwar in Höhe des Unterschieds zwischen der Pensionssumme (brutto), Nettoeinkommen und Unterhaltsansprüchen sowie dem Richtsatz.
Zur Höhe der Ausgleichszulage 2012: Der Richtsatz für Ausgleichszulagen von Pensionisten, die alleinstehend sind, beträgt 814,42 Euro monatlich ab Jänner 2012. Liegt der Pensionsanspruch also bei 500 Euro, beträgt die Summe der Ausgleichszulage 314,42 Euro monatlich. Bei Pensionistnnen/Pensionisten, welche samt Ehepartner oder eingetragenen gleichgeschlechtlichen Partner im selben Haushalt leben, beträgt der Richtsatz 1.221,68 Euro. Die Erhöhung des Richtwerts pro Kind, das ein Nettoeinkommen unter 291,82 Euro hat, beträgt 125,72 Euro. Bezieher(innen) von Waisenpensionen bis zum 24. Lebensjahr werden die Einkünfte bis zu einem Richtsatz auf 299,70 Euro erhöht. Sind beide Elternteile verstorben, beträgt der Richtsatz für das verwaiste Kind bis zum 24. Lebensjahr 450,00 Euro. Für Waisenpensionen gilt: Bei Halbwaisen über 24 beträgt der Richtsatz 532,56 Euro, bei Vollwaisen über 24 814,82 Euro.
Personen, die eine Ausgleichszulage beziehen, sind von der Rezeptgebühr und von den Rundfunkgebühren befreit, außerdem können sie eine Zuschussleistung zum Fernsprechentgelt beantragen.
Weitere Beihilfen sind möglich, Auskünfte geben das Wohnsitzfinanzamt und die Österreichischen Bundesbahnen oder andere Betreiber von Verkehrsnetzen.

Veröffentlicht unter Steuern | Hinterlasse einen Kommentar

Täglich fällige Sparzinsen im Jänner 2012

Vergleichen lohnt sich. Im Jänner 2012 reicht das Angebot der Banken für täglich fällige Zinsen von 0,062% bei der BAWAG bis zu immerhin 3,5% bei direktanlage.at. Doch Sparfreudige müssen auch auf das Kleingedruckte achten. So verlangen die besten Anbieter meist eine Mindesteinlage von 1.000 € – 5.000 €. Erst ab einer Einlage von 5.000 € gelten zum Beispiel die Top-Zinssätze bei direktanlage.at, der Advanzia Bank und der VKB-Bank. Eine Mindesteinlage von 1.000 € verlangen hingegen die DenizBank sowie die Porsche-Bank. Darüber hinaus sind viele dieser Angebote auch nur für Neukunden oder nur für einen begrenzten Zeitraum gültig. Die erwähnten 3,5% Zinsen auf täglich fällige Einlagen bei direktanlage.at werden so nur für Neukunden und auch nur für 6 Monate angeboten. Die besten Zinsen auch für bestehende Kunden bietet mit 2,75% der Sparprofi der Sparkasse Amstetten, der auch keinerlei Mindesteinlage voraussetzt oder an sonstige Bedingungen geknüpft ist. Zusätzlich gelten einige Top-Zins-Angebote auch nur in Verbindung mit der Inanspruchnahme weiterer Bankleistungen wie der Dotierung von Wertpapierdepots. Sowohl die 3,5 prozentige Verzinsung der täglich fälligen Einlagen bei direktanlage.at als auch die 2,8% Zinsen von Bankdirekt sind nur in Verbindung mit einem Wertpapierdepot in Höhe von mindestens 5.000 € erhältlich. Der somit höchste für Neukunden ohne Depotdotierung erzielbare Zinssatz für täglich fälliges Geld liegt im Jänner 2012 bei 2,8% bei direktanlage.at.

Veröffentlicht unter Sparen | Hinterlasse einen Kommentar

Geringfügig arbeiten – wie hoch ist die Grenze für 2012?

Geringfügige Beschäftigung in Österreich ist sehr attraktiv, wenn man bedenkt, dass inzwischen über 250.000 Menschen in der Alpenrepublik in dieser Lohngruppierung tätig sind. Bei den Beschäftigtendaten wird dieser Personenkreis übrigens nicht zusammen mit den unselbständig Arbeitenden statistisch erfasst. Als geringfügig bezahlte Arbeiten werden Tätigkeiten angesehen, die eine Entlohnung unterhalb einer bestimmten Grenze erbringen. Diese Grenze beträgt in Österreich voraussichtlich im Jahr 2012 376,26 €, nachdem sie bei 349,01 € im Jahre 2008, bzw. bei 366,33 € im Jahre 2010 lag. Über alle Branchen hinweg wird geringfügige Beschäftigung eingesetzt, jedoch in der ehemaligen Donau-Monarchie ganz besonders in den Branchen Handel und Fremdenverkehr, die sich für diese Art der Beschäftigung besonders eignen.
Für geringfügig arbeitende Menschen ergibt sich der Vorteil eines entsprechend steuerfreien Einkommens. Die Arbeitszeit kann frei abgesprochen oder gar frei eingeteilt werden. Der Dienstgeber erhält im Gegenzug motivierte Arbeitskräfte, die günstig und flexibel ihre Tätigkeit verrichten.
Nachteile entstehen dem Arbeitnehmer allerdings durch unzureichende Sozialabsicherung und in der Regel wenig Fortbildungsmöglichkeiten durch den Dienstgeber.
Ziel der Arbeitsmarktpolitik sollte es daher immer sein, Beschäftigung im oberen und mittleren Lohnsektor zu fördern und geringfügige Beschäftigung lediglich als Einstiegsmöglichkeit für Arbeitslose und Wiedereinsteiger zu sehen.

Veröffentlicht unter Steuern | Hinterlasse einen Kommentar

Kosten für Haus und Wohnung steuerlich absetzen – so gehts!

Wohnraumschaffung heißt, wenn man sich eine im Inland neu errichtete Wohnung kauft oder ein Haus mit maximal zwei Wohnungen baut.
Im Ausland errichtete Wohnräume können seit 1.1.2011 ebenfalls steuerlich abgesetzt werden, wenn das Objekt nach der Fertigstellung für mindestens zwei Jahre dem Steuerpflichtigen als Hauptwohnsitz dient.
Egal ob Wohnung oder Haus, der Kauf eines Wohnraumes ist, nur dann von der Steuer absetzbar, wenn ein Darlehn von der Bank aufgenommen oder übernommen wurde, z.B. vom Erstbesitzer.

Absetzbar sind:

  • Mindestens achtjährig gebundene Beträge zur Schaffung von Wohnraum
  • Beträge zur Errichtung von Eigenheimen oder Eigentumswohnungen
  • Rückzahlungen sowie Zinsen
  • Kosten für die Planung

Nicht absetzbar sind:

  • Wohnungseinrichtung, Gartengestaltung, getrennte Bauten, nachträglicher Grundstücksankauf des Grundstückes, auf dem das Haus steht.
  • Als Sonderausgaben bei neu errichteter Mietwohnung können die anteiligen Baukosten abgesetzt werden. Nicht geltend gemacht werden dürfen Möbel, Ablösebeträge und Mietkautionen.
  • Wohnraumsanierung
  • Wohnraumsanierung heißt, dass der Nutzungswert des Wohnraums wesentlich erhöht und die Nutzungsdauer verlängert wird. Um die daraus entstehenden Kosten beim Finanzamt abzusetzen, müssen die Arbeiten von einem Unternehmen erledigt werden. Erledigt man die Arbeiten in Eigenregie, können nur die Materialkosten geltend gemacht werden.
  • Nicht als Kosten der Wohnraumsanierung absetzbar sind:
  • Laufende Wartungsarbeiten, etwaige Reparaturen, Verschönerungen wie ausmalen oder die Verlegung von Bodenbelägen.

Sonderausgaben können als Topfsonderausgaben bis maximal 2.9290 Euro pro Jahr absetzbar. Bei Anspruch auf Alleinverdiener- oder Alleinerzieherabsetzbetrag verdoppelt sich der Betrag. Um 1.460 Euro erhöht sich der Betrag, wenn man für mehr als sechs Monate Familienbeihilfe für zumindest drei Kinder bezogen hat.

Bis zu 36.400 Euro einkommen pro Jahr werden die Topfsonderausgaben voll anerkannt und bis zu einem Einkommen bis 60.000 Euro nach und nach verringert.

Zahlungsbelege müssen sieben Jahre aufbewahrt werden, aber bei der Einreichung des Antrags nicht mitgeschickt werden.

Veröffentlicht unter Steuern | Hinterlasse einen Kommentar

Familienbeihilfe NEU: 210 Euro pro Kind?

Die Familienbeihilfe soll neu werden, so zumindest wenn es nach der Arbeiterkammer und der Industriellenvereinigung geht. Eingespart werden soll 100 Mio. Euro bei der Kinderhilfe, wenn sie so kommt wie es die AK und die IV sich denken. Bei der neuen Familienbeihilfe wäre es so, dass für jedes Kind ein Pauschalbetrag von 210,00 Euro – ganz gleich wie alt das Kind ist und wie viele Kinder man hat – an die Eltern überwiesen wird.

Damit würde das System um eine Spur einfacher werden. Damit es aber nicht zu einfach wird, haben sich die AK und die IV aber wieder was Neues schwieriges ausfallen lassen, denn es soll auch Gutscheine für die Eltern geben. Es soll nämlich pro Monat und pro Kind einen zweckgebundenen Gutschein in der Höhe von 35,00 Euro geben, welche gebündelt oder nach und nach eingelöst werden können. Einlösen kann man diese Gutscheine z. B. für Skikurse, Nachhilfe, Musikschule, Tageseltern, …

Für Eltern mit behinderten Kindern oder für Alleinerziehende wird es aber auch in Zukunft erhöhte Familienbeihilfen geben, wenn es nach dem Kopf der beiden Interessensvertretungen geht.

Besonderes Augenmerk möchten die beiden Interessenvertretungen auf den Ausbau der Betreuungsplätze für unter Dreijährige legen. Hier soll es 35.000 neue Betreuungsplätze geben. Außerdem soll die Qualität aller Betreuungsplätze gehoben werden und die Öffnungszeiten ausgedehnt werden. Ziel ist, dass Eltern bzw. Alleinerziehende einen Betreuungsplatz für ihr Kind erhalten, wenn diese einen benötigen auf Grund des Jobs.

Wer wären die Gewinner der Familienbeihilfe NEU?

  • Das sind junge Familien mit wenigen Kindern.

Wer wären die Verlierer der Familienbeihilfe NEU?

  • Das sind Familien mit Kindern über 15 Jahren und die mehrere Kinder in der Familie haben.

Der SPÖ gefallen die Vorschläge, die ÖVP ist aktuell noch dagegen. Besonders dass die steuerliche Komponente für die Eltern fallen soll, gefällt der ÖVP nicht. Nun, von der steuerlichen Komponente in Sachen Kinder haben in der Regel nur die Besserverdienenden etwas. Die alleinerziehende Mami an der Supermarktkasse hat von dieser aktuellen steuerlichen Regelung so gut wie keinen Vorteil.

Veröffentlicht unter Steuern | Hinterlasse einen Kommentar

Die Rettungsgasse in Österreich

Seit 1.1.2012 gilt: Rettungsgasse bilden. Wieder mal bringt die Jahreswende neben Sekt und Feuerwerk auch ein neues Gesetz mit sich. Ab Anfang 2012 ist die Rettungsgasse Pflicht. Damit ist Österreich jedoch nicht das erste Land, auch in einigen unserer Nachbarländer, wie Deutschland, Slowenien oder Tschechien, funktioniert die Bildung der Rettungsgasse bereits reibungslos.
Doch mit der neuen Regelung tauchen auch viele Fragen und Unklarheiten auf.

Was genau ist die Rettungsgasse eigentlich und wie funktioniert sie?

Die Rettungsgasse ist eine Fahrspur für Einsatzfahrzeuge auf Autobahnen und Schnellstraßen. Um diese Fahrspur zu bilden müssen bei Staubildung die Fahrzeuge auf der rechten Fahrspur ganz an den rechten Fahrbahnrand fahren, jene der linken Fahrspur müssen an den linken Fahrbahnrand lenken. Bei Autobahnen oder Autostraßen mit mehr als zwei Spuren wird die Rettungsgasse zwischen dem linken und dem daneben liegenden Fahrstreifen gebildet. Dadurch entsteht zwischen den Fahrzeugkolonnen eine eigene Fahrspur für Einsatzfahrzeuge.

Ziel der Rettungsgasse ist es natürlich, bei Unfällen eine rasche Versorgung zu sichern. Sie soll ein schelles Eintreffen und Vorankommen der Einsatzkräfte ermöglichen, eine bessere Zufahrt für schwere Einsatzfahrzeuge bieten, Behinderungen auf dem Pannenstreifen durch defekte Fahrzeuge oder unerlaubte Benutzung verhindern und eine schnelle Versorgung und Bergung von Verletzten ermögichen. Außerdem soll sie zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beitragen, da Aufräumarbeiten schneller von Statten gehen sollen und somit der Verkehr schneller wieder geregelt abläuft.
Berichten aus Deutschland zu Folge sollen dadurch Zeitersparnisse von bis zu 4 Minuten möglich sein. Pro Minute steigt die Überlebenschance um rund 10%.

Natürlich hat auch die meist verherrlichte Rettungsgasse seine Schattenseiten. Seit Dezember läuft die Info-Kampagne, die dem Staat satte drei Millionen Euro kostet. Dazu kommen 1,8 Millionen Euro für Anzeigen und Millionen für Plakate, Schilder und Überkopf-Wegweiser auf den heimischen Autobahnen und Schnellstraßen. Doch damit ist die Info-Kampagne noch nicht beendet. Im Frühjahr 2012 startet Teil zwei der Kampagne, um auch die Ausländer zu informieren. Millionen für eine Regelung, die laut ÖAMTC nutzlos und überteuert ist.

Wer sich nicht an die Regel hält, muss mit Geldbußen in der Höhe von 72 bis zu 2.180 Euro rechnen. Damit sollen die Werbekosten wohl wieder eingebracht werden.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Tabaksteuer Erhöhung 2012

Für Raucher beginnt das neue Jahr mit einer schlechten Nachricht. Obwohl die Tabaksteuer im Jahr 2011 zwei Mal erhöht worden ist, ist mit 1. Jänner 2012 eine weitere Erhöhung in Kraft getreten. Das bedeutet: Zigaretten werden teurer.

Eine Erhöhung der Tabaksteuer hat nämlich eine Auswirkung auf die Zigarettenpreise. Die Austria Tabak hat angekündigt, am 16. Jänner die Preise um 20 Cent pro Packung anzuheben. Die Steuererhöhung wird also an den Endverbraucher weitergegeben. Betroffen sind alle Sorten der Austria Tabak. Bekannte Sorten sind beispielsweise Camel oder Memphis. Hauptkonkurrent Imperial Tabacco wird vorerst lediglich offenen Tabak teurer machen. Die Preise für Zigaretten sollen bei Imperial Tabacco vorerst gleich bleiben. Imperial Tabacco vertreibt unter anderem die Sorten Gauloises und Ernte 23.

Ein Umstieg auf eine Sorte, die vorerst nicht von der Preiserhöhung betroffen ist, hat für Raucher aber vermutlich nur einen kurzfristigen Spareffekt. Erfahrungsgemäß dauert es nach einer Preiserhöhung der Austria Tabak nur wenige Wochen, bis Imperial Tabacco bei den Preisen nachzieht. Bald schon werden daher alle in den Trafiken erhältlichen Zigarettenmarken mehr kosten.

Bei Politikern ist die Tabaksteuer besonders beliebt, weil sie einen doppelten Effekt hat. Einerseits füllen die Einnahmen aus dieser Steuer die Staatskassa. Jährlich fließen mehr als 1,5 Milliarden Euro aus der Tabaksteuer ins Budget. Andererseits sinken die Ausgaben für das Gesundheitssystem, je mehr Menschen das Rauchen aufgeben. Durch die Tabaksteuer verursachte höhere Zigarettenpreise können ein Ansporn dafür sein. Freilich begünstigt eine hohe Tabaksteuer auch den Zigarettenschmuggel. Gelder aus dieser Steuer fließen allerdings direkt in den Kampf gegen Schmuggler.

Daher ist es nicht ausgeschlossen, dass im Zuge der von der Regierung beschlossenen Schuldenbremse die Tabaksteuer neuerlich erhöht wird. In der Trafik würden die Zigaretten dann abermals teurer werden.

Veröffentlicht unter Steuern | Hinterlasse einen Kommentar