Pflichtveranlagung beim Steuerausgleich
Im Zuge eines Steuerausgleichs kann es auch so sein, dass dieser nicht freiwillig gemacht wird, sondern das Finanzamt darauf besteht, dass diese durchgeführt wird. Es handelt sich hierbei dann um eine Pflichtveranlagung. Es handelt sich dann nämlich um eine Pflichtveranlagung, wenn einer der folgenden Punkte gegeben ist:
- zwei oder mehrere lohnsteuerpflichtige Einkommen gleichzeitig
- Krankengeld von der Krankenkasse
- Bezüge für Truppenübungen
- im Unternehmen ein Freibetragsbescheid abgegeben wurde
- Ein Alleinverdienerabsetzbetrag, Alleinerzieherabsetzbetrag oder eine Pendlerpauschale in Anspruch genommen wurde, obwohl die Bedingungen hierfür nicht (mehr) erfüllt wurden
- Bezüge aus dem Insolvenzfonds bezogen wurden
Wenn einer oder mehr der Fälle zutrifft, so muss eine Pflichtveranlagung durchgeführt werden. Diese muss bis spätestens 30. September beim Finanzamt eintreffen.
Für diejenigen, die neben dem lohnsteuerpflichtigen Einkommen noch zusätzliche Einkünfte von mehr als EUR 730,00 bezogen haben, so müssen diese ebenfalls eine Pflichtveranlagung, nämlich eine Einkommensteuererklärung bis 30. April durchführen. Falls die Einkommensteuererklärung elektronisch durchgeführt wird, so hat man bis 30. Juni Zeit.
Steuerausgleich 2009
Bis Ende Februar 2010 müssen die Unternehmen dem Finanzamt für jeden Mitarbeiter einen Jahreslohnzettel für das Jahr 2009 übermitteln. Ab diesem Zeitpunkt, wenn eben der Jahreslohnzettel beim Finanzamt vorliegt, können Arbeitnehmer ihren Steuerausgleich für 2009 machten. Das Finanzamt sagt zum Steuerausgleich “Arbeitnehmerveranlagung” und hat dafür das Formular L1 aufliegen am jeweilgen Finanzamt. Alternativ kann dieses Formular auch über die Website des bmf.gv.at abgerufen oder auch online direkt über Finanzonline eingebracht werden.
Die Belege müssen nicht beigelegt werden, außer sie werden vom Finanzamt aufgefordert dies zu tun. Sie müssen die Belege aber 7 Jahre lang aufheben.
Falls Sie keine Pflichtveranlagung haben, haben Sie 5 Jahre lang Zeit einen Steuerausgleich zu machen. Das heißt für den Steuerausgleich 2009 können Sie sich bis 2014 Zeit lassen. Aber je früher, desto besser, denn Sie erhalten wahrscheinlich ein wenig Geld zurück, welches Sie übers Jahr zuviel bezahlt haben.
Ganz sicher sinnvoll ist der Steuerausgleich für 2009 wenn
- Sie nicht das ganze Jahr durchgängig beschäftigt waren
- Sie Absetzbeträge bzw. Abschreibposten beantragen können
- von Ihrem Arbeitgeber die Lohnsteuersenkung 2009 nicht verrechnet bekommen haben
Die Gefahren eines Steuerausgleichs sind bescheiden, denn falls das Finanzamt etwas von Ihnen nachfordert, so können Sie Ihre Arbeitnehmerveranlagung innerhalb eines Monats zurückziehen und es passiert nichts! Für Pflichtveranlagungen gilt das natürlich nicht!
Mehrfachversicherung - Vereine, Kreditkarten, etc.
Speziell bei Vereinen und Kreditkarten kommt es öfters vor, dass die Vorteile bei einem Beitritt auch die eine oder andere Versicherungsleistung ist. Es wird auch schließlich damit geworben, dass es bei Abschluss dieser Kreditkarte diese Versicherung mit dabei ist, bzw. bei Beitritt zum Verein man gleichzeitig bei einem Freizeitunfall versichert ist.
In der Praxis ist es aber nicht ganz so einfach, denn es ist zu prüfen, welche Versicherungsleistung nun wirklich besteht und unter welchen Umständen diese Zusatzversicherung nun wirklich aktiv wird und Leistung bietet. Zum Beispiel ist es oft so, dass eine KFZ-Versicherung für den Pannenfall ein “Assistance-Paket” anbietet - viele aber auch Mitglied beim ÖAMTC oder ARBÖ sind. Ein klassischer Fall von unnötiger Mehrfachversicherung!
Eine weitere Gefahr sind Bündelversicherungen, denn hier ist viel drinnen, evtl. auch zuviel, da Mehrfachversicherung! Eine aufrechte Unfall- und Rechtsschutzversicherung macht einen Verksrechtsschutz oder eine Lenkerunfallsversicherung die ebenfalls des öfteren bei KFZ-Versicherungen mitenthalten sind, unnötig und Sie bezahlen zuviel für eine Leistung die Sie so nicht in Anspruch nehmen können. Ein Versicherungsmakler bzw. -berater kann Ihnen beim durchforsten der bestehenden Versicherungen helfen und ihnen so evtl. paar Euros ersparen und unnötige Mehrfachversicherungen die Geld kosten, eliminieren.
Wertanpassung bei Lebensversicherung - Kündigung möglich?
Bei Abschluss einer Lebensversicherung wird vom Berater eine jährliche Anpassung empfohlen, um die Beiträge für die Lebensversicherung mit der Inflationsrate mitsteigen zu lassen. Was ist, wenn ich mir keine weitere Wertanpassung der Lebensversicherung mehr leisten kann?
Nun, die jährliche Wertanpassung des Lebensversicherungsvertrags kann jederzeit auch gekündigt werden und dann bleibt der Versicherungsvertrag bei gleicher Versicherungssumme und gleich hoher bestehender Prämie bestehen. Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn es z. B. die finanziellen Rahmenbedingungen wieder erlauben, kann eine Anpassung der Lebensversicherung wieder durchgeführt werden. Zumindest in den meisten Fällen, lassen dies die Versicherungen zu. Mit der Wertanpassung soll die Erhaltung der Kaufkraft gewahrt bleiben - vom Beginn bis zum Ende der Polizze.
Eine Anpassung der Versicherungsprämien oder der Versicherungssumme kann ebenfalls vereinbart sein. Beide steigen nicht im selbsten Ausmass und so kann es nach einer mehrjährigen Versicherungsdauer zu einer empfindlichen Mehrbelastung kommen. Diese Zahlungen können zum Problem werden, wenn bereits bei Abschluss der Versicherung eine zu hohe Versicherungssumme und damit eine hohe monatliche Versicherungsprämie vereinbart wurde.
Sparzinsen 2010: Hier gibts die besten Sparzinsen im neuen Jahr!
Viele fleißige Sparer haben gute Vorsätze fürs neue Jahr und überlegen, wohin mit dem Geld - natürlich dorthin, wo es die meisten Sparzinsen gibt. Der Vergleich der Sparzinsen 2010 macht sicher, dass wie so meist, die Direktbanken die Nase vorne haben. Für täglich fällige Sparzinsen gibts 2010 rund 2,00 %. Bei der ING DiBa gibt es für Neukunden zusätzlich auch noch EUR 77,- Vignettengeld, wenn mindestens EUR 5.000,00 einbezahlt werden.
| Anbieter | Einlagensicherung | Sicherheit | Zinsen % | Trend |
| DKB | ![]() |
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2,050 | ![]() |
| ING-DiBa | ![]() |
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2,000 | ![]() |
| EasyBank | ![]() |
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2,000 | ![]() |
| direktanlage.at | ![]() |
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2,000 | ![]() |
| Volksbank Kufstein | ![]() |
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1,875 | ![]() |
| Bankdirekt.at | ![]() |
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1,800 | ![]() |
| Autobank | ![]() |
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1,770 | ![]() |
| Porsche-Bank | ![]() |
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1,750 | ![]() |
| Sparendirekt.at | ![]() |
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1,520 | ![]() |
| Raiffeisenbank Salzburg | ![]() |
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1,500 | ![]() |
Die Direktbanken bieten ihre Sparzinsen nicht auf Sparbücher an, sondern verwenden moderne Onlinekonten dazu. Der Vorteil für den Sparer ist der, dass er alles bequem von zu Hause aus regeln kann und der Weg in eine Bankfiliale ihm erspart bleibt.
Wer im Moment überlegt sein Geld längerfristig zu binden, der sollte wohl die Bindungsdauer nicht zu lange halten, denn so manch ein Sparexperte rechnet damit, dass die Sparzinsen ab dem 2. Halbjahr 2010 steigen werden. Die Sparzinsen für eine Bindung von einem Jahr sehen im Moment so aus:
| Anbieter | Einlagensicherung | Sicherheit | Zinsen % | Trend |
| Sparanlage | ![]() |
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2,500 | ![]() |
| Autobank | ![]() |
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2,070 | ![]() |
| VR-Bank Braunau | ![]() |
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2,000 | ![]() |
| Vakifbank | ![]() |
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2,000 | ![]() |
| DenizBank | ![]() |
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2,000 | ![]() |
| Bankdirekt.at | ![]() |
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2,000 | ![]() |
| ATB - Amsterdam Trade Bank | ![]() |
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2,000 | ![]() |
| Volksbank Graz | ![]() |
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1,909 | ![]() |
| Vakifbank | ![]() |
![]() ![]() ![]() ![]() |
1,875 | ![]() |
| Volksbank Kufstein | ![]() |
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1,850 | ![]() |
Für noch längerfristige Sparer, die meinen das Zinsniveau wird in nächster Zeit nicht steigen, die können ihr Sparglück auch bei 3jähriger Bindungsdauer probieren:
| Anbieter | Einlagensicherung | Sicherheit | Zinsen % | Trend |
| Sparanlage | ![]() |
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3,400 | ![]() |
| Autobank | ![]() |
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3,270 | ![]() |
| HYPO ALPE-ADRIA-BANK (HAA) | ![]() |
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3,000 | ![]() |
| Vakifbank | ![]() |
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2,875 | ![]() |
| DenizBank | ![]() |
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2,875 | ![]() |
| WSK Weimarer Straße | ![]() |
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2,800 | ![]() |
| BKS (Bank für Kärnten und Steiermark) | ![]() |
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2,750 | ![]() |
| ATB - Amsterdam Trade Bank | ![]() |
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2,750 | ![]() |
| DenizBank | ![]() |
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2,625 | ![]() |
| VR-Bank Braunau | ![]() |
![]() ![]() ![]() ![]() |
2,600 | ![]() |
| Volksbank Wien | ![]() |
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2,580 | ![]() |
Kreditzinsen im Vergleich
Diese Website (http://www.kreditzinsen-vergleich.at/) zeigt aktuelle Vergleiche von Kreditzinsen für Konsumkredite (Auto, Möbel, etc.), Wohnungskredite und Darlehen für z. B. dem Hausbau. Das Ergebnis der einzelnen Kreditzinsen-Vergleiche ist ein Listing der unterschiedlichen Angebote der heimischen Banken und wie hoch der jeweilige Zinssatz ist. Dieser Zinssatz ist jedoch nur ein Richtwert, da jede Bank die Bonität des potentiellen Kunden überprüft und diese Bonität sich meist im negativen Sinne auf die Kreditzinsen auswirkt. Beim Vergleich von Krediten muss darauf geachtet werden, dass der effektive Zinssatz des Kredits verglichen wird - denn nur dann ist garantiert, dass wirklich alle Kosten und Spesen berücksichtigt werden.
Zahlscheingebühren verboten? VKI meint ja!
Die letzten Jahre wurde von vielen Unternehmen darauf gedrängt, dass Konsumenten doch ihre offenen Beträge, sofern eine andauernde, regelmäßige Kundenbeziehung besteht, doch per Einzug bzw. Abbuchung bezahlen sollen. Falls nicht, dann wird eben ein Zahlschein bzw. Erlagschein zugesandt, der kostet aber extra. Die Gebühren für den Zahlschein waren meist mehrere Euro, denn die Unternehmen ersparen sich mit einem Abbuchungsauftrag viel Zeit und Geld.
Nun könnte diese Vorgangsweise, also das Zahlscheine kostenpflichtig sind, nichtig sein, denn mit der Einführung des Zahlungsdienstegesetz (ZaDiG) zum 1.11.2009 ist es Geschichte. Der VKI kämpft nun auch dagegen, denn das Gesetz sieht es sehr eindeutig, dass Zahlscheingebühren verboten sind (§ 27 Absatz 6 letzter Satz):
“Die Erhebung von Entgelten durch den Zahlungsempfänger im Falle der Nutzung eines bestimmten Zahlungsinstrumentes ist unzulässig.”
Der VKI in seiner Stellungnahme sagt:
Nach § 27 Abs 6 ZaDiG ist die Erhebung von Entgelten durch den Zahlungsempfänger im Falle der Nutzung eines bestimmten Zahlungsinstrumentes unzulässig. Zulässig wäre nur das Anbieten einer Ermäßigung für die Nutzung eines bestimmten Zahlungsinstruments.
Zölle
sind Abgaben, die bei der Einfuhr oder Ausfuhr von Waren eingehoben werden. Im Gegensatz zu Kontingenten bestimmen Zölle keine mengenmäßige Ein- oder Ausfuhrbeschränkung. Heute finden sich in der Praxis nur noch Einfuhrzölle, die bei der Einfuhr einer Ware aus dem Ausland eingehoben werden. Nach ihrer Zwecksetzung unterscheidet man: Schutzzölle; Erziehungszölle; Finanzzölle; Antidumpingzölle. Schutzzölle werden zum Schutz der heimischen Produktion vor ausländischen Wettbewerbern eingehoben. Die Erziehungszölle dienen dem vorübergehenden Schutz einer im Aufbau befindlichen heimischen Produktion bis zu ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Finanzzölle dienen der Erzielung von Staatseinnahmen und wirken wie Verbrauchssteuern, denn sie erhöhen die Endverbraucherpreise. Sie eignen sich besonders für Güter, die im Inland überhaupt nicht oder nur in unzureichender Menge erzeugt werden. Antidumpingzölle sollen Dumpingmethoden (+ Außenhandel) abwehren. Nach der Art der Bemessung unterscheidet man: Wertzölle (Grundlage der Berechnung ist der Wert der Ware); Gewichtszölle (Grundlage der Berechnung ist das Gewicht der Ware); spezifische Zölle (Grundlagen der Berechnung sind Mengeneinheiten oder Warengewichte, oft in Verbindung mit festgelegten Geldbeträgen). Zollfreizonen sind Hoheitsgebiete eines Staates, die nicht zu seinem Zollgebiet gehören. Dle Errichtung von Zollfrei- Zonen dient der Förderung und Abwicklung von Geschäften mit dem Ausland. In Österreich befinden sich derzeit Zollfreizonen beispielsweise in Wien, Graz, Linz und Hall in Tirol. Zollausschußgebiete gehören zwar zum heimischen Territorium, sind jedoch an bestimmte andere ausländische Zollgebiete angeschlossen. Das war vor dem Beitritt Öster- In beiden genannten Gebieten ist auch die D-Mark offizielles Zahlungsmittel (und nicht der Schilling). Dem Zollabbau kam im Zug der wirtschaftlichen Integration erstrangige Bedeutung zu; Abbau von Zöllen auf industriell- gewerbliche Güter war der erste Integrationsschritt sowohl in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (Vor- Iäuferin der Europäischen Union) als auch in der Europäischen Freihandelszone (EFTA) -der Österreich bis zum Beitritt in die EU angehörte. Im Weltmaßstab gab es insbesondere im Rahmen des GATT zahlreiche Bemühungen zur Absenkung der Zölle und zur Beseitigung mengenmäßiger Beschränkungen des Warenverkehrs.
Zahlungsbilanz
nennt man die Gegenüberstellung der Werte aller außenwirtschaftlichen Transaktionen einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum (meist ein Jahr). Die Zahlungsbilanz umfaßt insbesondere: Handelsbilanz; Dienstleistungsbilanz; Kapitalbilanz. Handelsbilanz und Dienstleistungsbilanz (einschließlich der nicht in Waren oder Dienste unterteilbaren Leistungen und der Bilanz der Transferleistungen) werden zusammen als Leistungsbilanz bezeichnet. Die Handelsbilanz ist die Gegenüberstellung der Werte der Warenein- und -ausfuhr. Ist die Warenausfuhr wertmäßig größer als die Wareneinfuhr, spricht man von einer aktiven Handelsbilanz. Eine passive Handelsbilanz liegt dann vor, wenn der Wert der Wareneinfuhr den Wert der Warenausfuhr übersteigt. Die österreichische Handelsbilanz ist traditionell passiv. Ein wesentlicher Ausgleichsfaktor ist durch die ebenso traditionell aktive Dienstleistungsbilanz gegeben. Unter Dienstleistungsbilanz versteht man die Gegenüberstellung des Wertes der von Österreich den Ausländern gegenüber geleisteten Dienste (insbesondere Ausländerfremdenverkehr) und der von Österreichern in Anspruch genommenen ausländischen Dienste (z. B. Übernachtungen von Österreichern im Ausland). Die Bilanz der Transferleistungen gibt Auskunft über Leistungen, die ohne unmittelbare Gegenleistungen erbracht werden (z. B. inländische Pensionszahlungen an Ausländer, Beiträge an internationale Organisationen). Dle Kapitalbilanz ist die Gegenüberstellung der Kapitalströme zwischen Österreich und dem Ausland, die nicht direkt Gegenleistungen für Güter und Dienstleistungen sind. Neben kurzfristigen Kapitalverschiebungen werden auch langfristige Kapitalströme ausgewiesen. Bei langfristigen Kapitaiströmen ist besonders die Staatsverschuldung gegenüber dem Ausland bedeutsam (Kreditaufnahme im Ausland, Zahlung von Zinsen für ausländische Kredite). Als Grundbilanz wird die Leistungsbilanz einschließlich der Bilanz des langfristigen Kapitalverkehrs (Gegenüberstellung der Werte österreichischer Anlagen im Ausland; ausländischer Anlagen in Österreich) bezeichnet. Eine möglichst große Ausgeglichenheit der Grundbilanzen der verschiedensten Staaten ist auch Ziel der internationalen + Währungspolitik. Da die Zahlungsbilanz buchhalterisch geführt wird, ist sie de facto immer ausgeglichen. Defizite in der Leistungs- und Kapitalbilanz werden aus den offiziellen (der Notenbank) und inoffiziellen (der Kreditinstitute) Währungsreserven finanziert. In der Praxis spricht man von einer ausgeglichenen Zahlungsbilanz, wenn die Grundbilanz ausgeglichen ist. Eine langfristige Unausgeglichenheit der Grundbilanz bringt gewisse Gefahren für die Volkswirtschaft mit sich; insbesondere kann eine langfristig passive Zahlungsbilanz die Importmöglichkeiten einer Volkswirtschaft stark vermindern und damit ihre Funktionsfähigkeit gefährden. Es ist Aufgabe der Wirtschaftspolitik, für einen längerfristigen Zahlungsbilanzausgleich Sorge zu tragen. So kann durch eine Exportförderung einem Trend zu einer passiven Zahlungsbilanz entgegengewirkt werden.
Wirtschaftswachstum
besteht in der Zunahme des Nationalproduktes innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Das Wirtschaftswachsturn ist neben der Vollbeschäftigung und der Geldwertstabilität eines der wichtigsten Ziele der + Wirtschaftspolitik. Im einzelnen unterscheidet man reales und nominelles Wirtschaftswachstum: Das reale Wirtschaftswachsturn besteht in der echten Steigerung der verfügbaren Güter und Dienstleistungen, das nominelle in der rein ziffernmäßigen Erhöhung des in Geld ausgedrückten Nationalproduktes infolge von Preissteigerungen. Zum Wirtschaftswachsturn tragen als wesentliche Faktoren bei: Der verstärkte Einsatz technischer und geistiger Hilfsmittel, wie neue Maschinen und Produktionsanlagen, neue Verfahren als Ergebnisse von Forschung und Entwicklung; derverrnehrte Arbeitseinsatzentwederdurch zusätzliche Arbeitsstunden oder Erhöhung der Zahl der Arbeitskräfte; die staatliche Ordnung, wie die Gewährleistung von Sicherheit und Rechtsordnung sowie der zielbewußte Einsatz der Wirtschaftspolitik; die internationale Arbeitsteilungdurch natürliche Kostenverteilung durch den weltweiten Austausch von Waren und Dienstleistungen. Ein stärkeres Wirtschaftswachstum Iäßt sich geschichtlich gesehen erst mit dem Beginn der Industrialisierung, insbesondereseitdem 18.JahrhundertfeststellenV. on entscheidender Bedeutung war das Entstehen einer leistungsfähigen Geldwirtschaft, welche den Einsatz von Kapital zu produktiven Zwecken sowie die Gründungvon Geldinstituten als Kapitalsammelstellen ermöglicht hat. Mit der Industrialisierung wurde die Chance einer + Massenproduktion gegeben, wodurch niedrige Preise und entsprechendeGewinnezum Einsatzfürweitere Investitionen geschaffen wurden. So hat sich die Industrialisierung als entscheidender Motor des wirtschaftlichen Wachstums ergeben. Aufgabe der staatlichen Wirtschaftspolitik ist die Sicherstellung eines ausreichenden und optimalen wirtschaftlichen Wachstums, dies unter Berücksichtigung der übrigen wirtschafts- und sozialpolitischen Zielsetzung.







